„Dialogues des Carmélites“
(Gespräche der Karmeliterinnen)
Francis Poulenc
Premiere: 27. Januar 2018

Text vom Komponisten | Nach dem Bühnenstück von Georges Bernanos | UA 1957 | In französischer Sprache, mit deutschen Übertiteln

Es ist die Geschichte eines Widerstandes.?1794 erreicht der Terror der Französischen Revolution seinen Höhepunkt. Am 17. Juli dieses Jahres werden 16 Nonnen des Karmeliter-Ordens von Compiègne auf der Guillotine hingerichtet. Die Hinrichtung verläuft anders als sonst, denn die Schwestern singen „Miserere“, „Salve Regina“ und das „Te Deum“. Die sonst schreiende Volksmenge empfängt die Nonnen „mit ehrfürchtiger Stille, beispiellos in der gesamten Revolution“, wie berichtet wird. Zuvor waren die Nonnen gewaltsam aus ihrem Kloster vertrieben und verhaftet worden, denn freiwillig ihren Orden und ihren Glauben aufgeben wollten sie nicht. Eine der Schwestern, Mère Marie, entgeht durch Zufall der Verhaftung und überlebt. Ihr Bericht vom Widerstand der Nonnen trägt die Geschichte der Karmeliterinnen von Compiègne zur Nachwelt. 1931 setzt Getrud Le Fort ihnen durch die Novelle „Die Letzte am Schafott“ ein literarisches Denkmal, in dem sie die fiktive Geschichte von Blanche de la Force erzählt.
Die junge Blanche flieht vor der Welt und vor ihrer Lebensangst ins Kloster. Dort findet sie allerdings nicht die ersehnte Ruhe, sondern ist mit vielen Anfechtungen konfrontiert, allen voran mit den quälenden Selbstzweifeln und der Todesangst der alten Priorin. Als draußen große Umbrüche stattfinden und die Schwestern in Gefahr geraten, flieht Blanche. Doch schließlich entscheidet sie sich zur Rückkehr zu ihren zum Tode verurteilten Schwestern und geht als Letzte zum Schafott.
(Musiktheater im Revier)

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