Der Nussknacker
© Bettina Stoess
„Der Nussknacker“
Ballett in drei Akten
Pjotr I. Tschaikowski (1840-1893)
Premiere am 24. Oktober 2015

Entstehung
Die von E. T. A. Hoffmann geschriebene Geschichte "Nußknacker und Mausekönig" erschien 1816 in Berlin. Tschaikowski nahm aber eine spätere Bearbeitung des Stoffes durch Alexandre Dumas d. Ä. als Grundlage für sein weltberühmtes Ballett, für das Marius Petipa (1818-1910) das Libretto verfasste. Angeregt worden war der Komponist durch eine Theateraufführung in der Familie. Für die Kinder seiner Schwester hatte sein Bruder Modest ein Theaterstück geschrieben. Uraufgeführt wurde das Werk am 18. Dezember 1892 im Mariinski-Theater in Sankt Petersburg in der Choreografie von Lew Iwanow und der Ausstattung durch den Operndirektor Iwan Wsewoloschski.

Inhalt
Das Mädchen Clara, im russischen Original Mascha bekommt zu Weihnachten von ihrem Patenonkel Drosselmeyer einen Nussknacker geschenkt. In der Nacht träumt sie von einer Schlacht der vom Nussknacker angeführten Spielzeugsoldaten gegen das Heer des Mäusekönigs. Der Nussknacker kann nur mit ihrer Hilfe siegen und verwandelt sich danach in einen Prinzen. Der Prinz reist mit Clara in das Reich der Süßigkeiten. Dabei geht es über den Tannenwald zum Schloss Zuckerburg, wo die dort residierende Zuckerfee zu Ehren ihrer Gäste ein Fest veranstaltet.

Aufbau des Balletts
Das Ballett ist die musikalische Darstellung märchenhafter Einzelszenen. Neben der Ouvertüre hat das Werk drei Akte.
Ouvertüre
1. Akt - Erstes Bild
1. Weihnachtsfeier. Schmücken und Erleuchten des Weihnachtsbaumes
2. Marsch der Zinnsoldaten
3. Kleiner Galopp der Kinder und Auftritt der Eltern
4. Drosselmeiers Bescherung
5. Großvatertanz
a) die Puppe
b) der Narr
c) der Mohr
6. Tanz der Erwachsenen
2. Akt---zweites Bild
7. Mascha geht zu Bett
8. Schlacht der Mäuse und Pfefferkuchen-Soldaten
9. Eingreifen vom Nussknacker und Rettung durch Mascha
10. Verwandlung des Nussknackers in einen Prinzen
drittes Bild
11. Im Tannenwald
12. Schneeflocken-Walzer (Schneesturm)
3. Akt - viertes Bild
13. Im Zauberschloss von Zuckerburg
14. Divertissement
a) Schokolade - Spanischer Tanz (Bolero)
b) Kaffee - Arabischer Tanz
c) Tee - Chinesischer Tanz
d) Trepak - Russischer Tanz
e) Tanz der Rohrflöten--- Pas de trois
15. Blumenwalzer
16. Pas de deux
a) Intrada
b) Variation I: Tarantella
c) Variation II: Tanz der Zuckerfee
d) Coda
17. Finale und Apotheose
18. Erwachen Maschas aus dem Traum

Unirdische Welt, aus Rauch und Traum geformt, phantastisch in den Figuren, das ist E.T.A. Hoffmanns Welt.
(Stefan Zweig)

Er ist nicht nur ein Klassiker zur Weihnachtszeit, sondern er verspricht auch ein Eintauchen in die verschlungenen Pfade der Romantik und in eine verzauberte Welt: Tschaikowskis „Der Nussknacker“. Auf der Basis von E.T.A. Hoffmanns märchenhafter Erzählung „Nussknacker und Mausekönig“ und Alexandre Dumas’ „Histoire d’un Casse-Noisette“ schuf der Komponist 1892 eines der beliebtesten Werke und einen der kostbarsten Schätze der Ballettgeschichte. In einem wahren Feuerwerk huldigt Tschaikowski einer orchestralen Farbigkeit, die ihresgleichen sucht: Vom Kastagnettenrasseln im „Spanischen Tanz“ über die silbern klingelnde Celesta im „Tanz der Zuckerfee“ und das anmutige Violinsolo im Blumenwalzer bis zum feurigen Trepak, dem „Russischen Tanz“, reicht die unerschöpfliche Palette der Klänge. Ben Van Cauwenbergh siedelt die Geschichte ganz märchenhaft zwischen Traum und Wirklichkeit an: Die Weihnachtsfeier der Familie Stahlbaum muss unbedingt ein Erfolg werden, soll doch die älteste Tochter Louise mit dem Sohn der zum Festtagsschmaus geladenen Familie von Rattenstein (nomen est omen!) verheiratet werden. Louise fühlt sich jedoch viel mehr zu Karl, dem Neffen ihres ebenfalls eingeladenen Paten Drosselmeier hingezogen. Als ihre kleine Schwester Clara von Drosselmeier einen Nussknacker geschenkt bekommt und mit ihm spielt, brechen die von Rattensteins einen Streit vom Zaun und verlassen das Fest. Im Traum erleben Louise und ihre Schwester den Weihnachtsabend dann – zauberisch verändert – neu: Auf einmal wird der Nussknacker lebendig und der Patenonkel Drosselmeier entpuppt sich als mächtiger Zauberer, der die Kinder mit auf eine magische Reise nimmt. Und abschließend stellt sich die Frage, ob dieser Traum nicht realer ist als die Wirklichkeit.
(Theater und Philharmonie Essen 2015/16)

Choreografie: Ben Van Cauwenbergh
Musikalische Leitung: Yannis Pouspourikas
Bühnenbild und Projektion: Bill Krog
Kostüme: Dorin Gal
Filmprojektion: Aldo Gugolz
Dramaturgie: Markus Tatzig
Orchester: Bochumer Symphoniker

Termine & Bestellung

Donnerstag,
20.12.2018
Aalto-Theater, Essen  |  19.30 Uhr - 21.30 Uhr
Der Nussknacker
Tanz  Pjotr I. Tschaikowski (1840-1893)
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Sonntag,
23.12.2018
Aalto-Theater, Essen  |  16.30 Uhr - 18.30 Uhr
Der Nussknacker
Tanz  Pjotr I. Tschaikowski (1840-1893)
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Dienstag,
25.12.2018
Aalto-Theater, Essen  |  18.00 Uhr - 20.00 Uhr
Der Nussknacker
Tanz  Pjotr I. Tschaikowski (1840-1893)
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Freitag,
04.01.2019
Aalto-Theater, Essen  |  19.30 Uhr - 21.30 Uhr
Der Nussknacker
Tanz  Pjotr I. Tschaikowski (1840-1893)
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Samstag,
05.01.2019
Aalto-Theater, Essen  |  19.00 Uhr - 21.00 Uhr
Der Nussknacker
Tanz  Pjotr I. Tschaikowski (1840-1893)
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