Die Zauberflöte
© Gerd Weigelt
„Die Zauberflöte“
Oper in zwei Aufzügen
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

Libretto: Emanuel Schikaneder
Uraufführung: 30. September 1791 am Theater auf der Wieden in Wien

Personen
Sarastro (Bass); Tamino (Tenor); Sprecher (Bass); 1. Priester (Tenor); 2. Priester (Bass); 3. Priester (Sprechrolle); Königin der Nacht (Sopran); Pamina, ihre Tochter (Sopran); 1. Dame der Königin (Sopran); 2. Dame (Sopran); 3. Dame (Sopran); drei Knaben (Sopran); Papageno (Bariton); Papagena (Sopran); Monostatos, ein Mohr (Tenor); 1. geharnischter Mann (Tenor); 2. geharnischter Mann (Bass); Priester, Sklaven, Gefolge.

Ort und Zeit
Morgenland, in märchenhafter Zeit.

Inhalt
1. Aufzug
Auf der Jagd fällt Prinz Tamino vor Erschöpfung in Ohnmacht, weil ihn eine Riesenschlange verfolgt. Die Königin der Nacht schickt drei Damen, die das Untier töten. Als der Prinz erwacht, sind die drei Retterinnen verschwunden und er sieht nur den Vogelfänger Papageno. Der widerspricht dem Prinzen nicht, als dieser ihm für die Rettung dankt, sondern prahlt sogar mit seiner vermeintlichen Heldentat. Doch die drei Damen erscheinen wieder und hängen zur Strafe für die Lüge ein Schloss an Papagenos Mund. Dem Prinzen wird ein Bild der Tochter der Königin der Nacht gezeigt, in das sich der Prinz direkt verliebt. Doch die Prinzessin Pamina ist gefangen vom bösen Zauberer Sarastro. Tamino erklärt sich bereit, die Prinzessin zu befreien. Eine Zauberflöte soll ihn vor Gefahr schützen. Der Vogelhändler soll ihm helfen, dafür bekommt er ein magisches Glockenspiel. Den Weg zum Palast des Zauberers zeigen drei Knaben. Im Schloss nähert sich gerade der Mohr Monostatos der Prinzessin Pamina. Als er den Vogelhändler erblickt, erschrecken beide und halten sich gegenseitig für den Teufel. Papageno kommt zur Prinzessin Pamina und berichtet ihr, dass Prinz Tamino sie befreien will. Doch dieser befindet sich in Sarastros Weisheitstempel, wo er von den Priestern erfährt, dass Sarastro ein Wohltäter und kein böser Zauberer ist. Papageno und Pamina können fliehen, weil Monostatos und seine Sklaven die beiden nicht zurückhalten können, da das Glockenspiel sie unaufhörlich tanzen lässt. Der Vogelhändler und die Prinzessin treffen auf Sarastro und sein Gefolge. Der Zauberer führt die Prinzessin und den Prinzen zusammen. Doch Tamino soll noch geläutert werden und die Prinzessin muss solange an Sarastros Hof bleiben.

2. Aufzug
Tamino und Pamina sind füreinander bestimmt, doch vorher muss der Prinz drei Prüfungen bestehen, damit er als Priester in den Weisheitstempel einziehen kann. Tamino ist entschlossen, auch unter Lebensgefahr die Prüfungen abzulegen. Auch Papageno will den Prinzen begleiten, um eine passende Frau als Lohn zu erhalten. In der ersten Prüfung bekommen sie von den drei Damen unter Donner und Blitz den nahen Tod vorausgesagt. Die beiden Prüflinge bestehen die erste Prüfung. Die Königin der Nacht befiehlt ihrer Tochter, den Zauberer Sarastro zu töten, um an den siebenfachen Sonnenkreis zu kommen, der große Macht verleiht. Dafür erhält die Prinzessin von ihr einen Dolch. Der Mohr belauscht das Gespräch und entreißt Pamina den Dolch. Damit erpresst er die junge Frau. Sie soll ihn erhören oder er will alles dem Zauberer erzählen. Doch Sarastro verjagt schließlich den hinterlistigen Mohren. Derweilen werden Tamino und Pagageno in einen Tempel geführt, wo sie bis zum Ertönen einer Posaune schweigen sollen. Der Vogelhändler hält sich nicht an das Schweigegebot. Da erscheint ein altes, hässliches Weib, das den entsetzten Papageno heiraten möchte. Tamino und Papageno erhalten ihre Zauberinstrumente zurück. Papageno bedient sich an einem Tisch mit köstlichen Speisen. Tamino hingegen spielt auf seiner Flöte bis Pamina kommt. Doch ihm wurde aufgetragen, die Prinzessin nicht zu beachten. Pamina fühlt sich ungeliebt zurückgewiesen. Sie will sich mit dem Dolch umbringen. Drei Knaben retten sie und versichern ihr, dass der Prinz sie noch liebt. Der Vogelhändler muss keine weiteren Prüfungen ablegen. Das alte Weib verwandelt sich in eine junge, hübsche Papagena, von der Papageno begeistert ist. Da er ihr aber nicht würdig ist, nimmt der Zauberer sie wieder fort. Doch bevor er sich umbringen kann, wird durch sein magisches Glockenspiel die Papagena von den drei Knaben herbeigebracht. Der Prinz Tamino muss noch zwei Aufgaben lösen, die Prinzessin Pamina begleitet ihn. Mit Hilfe der Zauberflöte bestehen sie die Feuer- und Wasserprobe. Als sie zum Tempel der Isis schreiten, sieht man, wie die Königin der Nacht, ihre Damen und der übergelaufene Mohr in den Tempel eindringen, um Sarastro zu verderben. Doch der Zauberer vernichtet sie unter Donner und Blitz. Das glückliche Paar wird von Sarastro und den Priestern gesegnet. Tamino und Pamina ziehen in den Tempel ein und werden in den Kreis der Eingeweihten aufgenommen.
(Sigrid Riemer für die Theatergemeinde Essen)

Entstehung und Wirkung
"Die Zauberflöte gehört zu den Stücken, die ebenso ein Kind entzücken wie den Erfahrensten der Menschen zu Tränen rühren, den Weisesten erheben können. Jeder einzelne und jede Generation findet etwas anderes darin", schrieb der Mozart-Forscher Alfred Einstein.
Verbote, Pflichten und Prüfungen über Prüfungen, ein märchenhaftes, phantastisches Spiel mit menschlichen Wesen zwischen den Gefühlen und Mächten des Weiblichen und Männlichen: Die Handlung erzählt von jungen Menschen - zwei gegensätzlichen, aber sich ergänzenden Paaren -, die auf der Suche nach der Liebe und dem Guten durch das Dunkel ins Licht und zum Glück gelangen. Begleitet werden sie dabei von drei geheimnisvollen Damen sowie drei wissenden Knaben und von ihren Zauberinstrumenten, die sie vor verschiedenen Gefahren, darunter auch durch wilde Tiere, schützen.
Der Theaterdirektor Emanuel Schikaneder griff bei seinem Text auf ganz unterschiedliche Quellen zurück. Oftmals wurde dieses heterogen gestaltete Libretto bekrittelt, bearbeitet oder der Dialog auch ganz weggestrichen - die Musik Mozarts erzeugt aber immer wieder Begeisterung wie Bewunderung bei Jung wie Alt.
"Die Zauberflöte" ist Mozarts letzte Oper, die 1791 nur wenige Wochen vor seinem Tod in Wien uraufgeführt wurde. Bis heute hat dieses über Werk, das Märchen und Mythos, Freimaurerweisheit und vitale Komödie, Ernst und Spaß, Liebe, Lust und Eifersucht, Rätsel und Aufklärung, adelige Geisteshaltung und unterhaltsame Volkstümlichkeit, Feuer und Wasser, Tag und Nacht vereint, nichts von seiner Beliebtheit eingebüßt.
"Welcher göttliche Zauber weht vom populärsten Liede bis zum erhabensten Hymnus in diesem Werke! Welche Vielseitigkeit, welche Mannigfaltigkeit! Die Quintessenz aller edelsten Blüten der Kunst scheint hier zu einer einzigen Blume vereint und verschmolzen zu sein. Welche ungezwungene und zugleich edle Popularität in jeder Melodie, von der einfachsten zu den gewaltigsten! - In der Tat, das Genie tat hier fast einen zu großen Riesenschritt, denn indem es die deutsche Oper erschuf, stellte es zugleich das vollendetste Meisterstück derselben hin, das unmöglich übertroffen, ja dessen Genre nicht einmal mehr erweitert und fortgesetzt werden konnte." (Richard Wagner)
(Aalto-Theater Essen)

Inszenierung, Bühne, Kostüme: Ezio Toffolutti
Dramaturgie: Ina Wragge

Termine & Bestellung

Freitag,
16.11.2018
Aalto-Theater, Essen  |  19.30 Uhr - 22.45 Uhr
Die Zauberflöte
Oper  Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Für Preisangaben zu den einzelnen Terminen
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Sonntag,
02.12.2018
Aalto-Theater, Essen  |  16.30 Uhr - 19.45 Uhr
Die Zauberflöte
Oper  Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
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Mittwoch,
26.12.2018
Aalto-Theater, Essen  |  18.00 Uhr - 21.15 Uhr
Die Zauberflöte
Oper  Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
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Donnerstag,
03.01.2019
Aalto-Theater, Essen  |  18.00 Uhr - 21.15 Uhr
Die Zauberflöte
Oper  Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
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Sonntag,
13.01.2019
Aalto-Theater, Essen  |  16.30 Uhr - 19.45 Uhr
Die Zauberflöte
Oper  Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
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Sonntag,
21.04.2019
Aalto-Theater, Essen  |  18.00 Uhr - 21.15 Uhr
Die Zauberflöte
Oper  Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
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