„Der Funke Leben“
Schauspiel
Erich Maria Remarque
Premiere: 09. Oktober 2020

Als Erich Maria Remarques Roman „Der Funke Leben“ 1952 erschien, wurde die Darstellung des fiktiven Konzentrationslagers Mellern von verschiedenen Seiten als Affront gegen das deutsche Volk angesehen. Trotz der Angriffe hat der Autor immer wieder auf das weltweite Vorhandensein von Lagern, in denen Menschen zu Tode gequält werden, hingewiesen. Er begann die Arbeit an „Der Funke Leben“ bereits 1945, der Roman entstand auf Basis von Interviews mit ehemaligen KZ-Häftlingen. Erzählt wird die Geschichte von Insassen und Wärtern wenige Monate vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Im sogenannten „Kleinen Lager“ – einem Teil des Konzentrationslagers – werden arbeitsunfähige Häftlinge untergebracht und sind mehr oder weniger sich selbst überlassen. Sie bekommen kaum Nahrung, keine medizinische Versorgung, sind stets den Schikanen der Aufseher ausgesetzt. In den wiederkehrenden Bombardements der naheliegenden Stadt sieht eine Gruppe langjähriger Häftlinge Anzeichen einer möglichen Befreiung und beginnt, sich für diesen Fall zu organisieren und zunächst passiven, zum Schluss auch aktiven Widerstand zu leisten.

Lars-Ole Walburg sucht in „Der Funke Leben“ nach der Gefährlichkeit deutschen Wahns, nach den Wurzeln eines wiedererstarkenden Revanchismus‘ und der Propagierung von Geschichtsleugnung. Zuvor inszenierte er in Oberhausen „Das siebte Kreuz“; Anna Seghers‘ Roman gehörte zu den Büchern, die Remarque zu „Der Funke Leben“ inspirierten.
(Theater Oberhausen)

Die Inszenierung wurde bis zur coronabedingten Schließung des Theaters im März 2020 geprobt und kommt nun endlich zur Premiere.

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