„Madama Butterfly“
Oper in drei Akten in italienischer Sprache mit de
Giocomo Puccini
Premiere: 28. März 2020

Musikalische Leitung
Rasmus Baumann
Inszenierung
Gabriele Rech

Für den in Nagasaki stationierten Lieutenant F. B. Pinkerton ist die Heirat mit der Geisha Cio-Cio-San, genannt Butterfly, nicht mehr als ein Spiel, mit dem er seine sexuellen Sehnsüchte kurzzeitig erfüllen kann. Ihm zuliebe ist Butterfly zum Christentum konvertiert und wurde daraufhin von ihrer Familie verstoßen. Seitdem ist sie völlig auf Pinkerton fixiert. Nachdem dieser sie verlassen hat, lebt sie zurückgezogen an der Seite ihrer Dienerin Suzuki. Erst als Pinkerton erfährt, dass Butterfly ein Kind von ihm bekommen hat, kehrt er nach Japan zurück – gemeinsam mit seiner amerikanischen Ehefrau. Pinkerton will das Kind zu sich nehmen. In ihrer Verzweiflung sieht Butterfly nur noch einen Ausweg: den rituellen Selbstmord.Die Konfrontation unterschiedlicher Kulturen war seit dem Erschei-nen von Pierre Lotis Roman „Madame Chrysanthème“ Thema in Lite-ratur und Musik der Jahrhundertwende. Die – vermeintliche oder tatsächliche – Unvereinbarkeit des westlichen Kulturkreises mit dem fernöstlichen wirkt wie ein Spiegelbild der imperialistischen Ausein-andersetzungen jener Zeit.„Madama Butterfly“ war Puccinis Schmerzenskind. Nach dem Flop der Uraufführung an der Mailänder Scala überarbeitete er das Werk auch dann noch, als die Neufassung auf der ganzen Welt Triumphe feierte. Die große Beliebtheit der „Butterfly“ hat dazu geführt, dass die Handlung oft sentimentalisiert und ihre politische Komponente ins Abseits gedrängt wurde. Mit ihren epischen Strukturen weist „Madama Butterfly“ in die Zukunft. Über weite Strecken konzentriert sich das Werk ganz auf seine Heldin, die zumindest in musikalischer Hinsicht gar nicht so zerbrechlich gezeichnet ist, wie es der titelgebende Schmetterling vorgaukelt. Butterflys mitreißende emotionale Ausbrüche stehen in starkem Kontrast zu der impressionistisch gefärbten Orchesterpartitur, die japanisches Kolorit ebenso sparsam wie gezielt einsetzt.
(Musiktheater im Revier)

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