Szene aus Klein Zaches
© Pedro Malinoski
„Klein Zaches, genannt Zinnober“
Steampunk-Oper nach E. T. A. Hoffmann
Coppelius und Sebastian Schwab
Uraufführung 14. November 2015

Die welterste Steampunk-Oper entsteht in Gelsenkirchen! Bereits 2012 wurde der Plan geboren, gemeinsam mit der Berliner Rockband Coppelius, deren Mitglieder allesamt Abgesandte des romantischen 19. Jahrhunderts sind, ein Opernprojekt der besonderen Art auf die Bühne des MiR zu bringen. Zusammen mit der Neuen Philharmonie Westfalen verwandeln die sechs Coppelianischen Herren auf ungewohnt lauten klassischen Instrumenten die Bühne szenisch in eine akustische Dampfmaschine, die jeden in ihren Bann zieht. Die phantastische Erzählung „Klein Zaches, genannt Zinnober“ von E. T. A. Hoffmann ist der besondere Stoff, aus dem diese Oper gemacht ist. Hoffmanns missgestalteter und aus ärmlichen Verhältnissen stammender Fiesling Klein Zaches gelangt durch einen gut gemeinten Zauber zu höchsten Ehren und erhält die Gelegenheit, sein absonderliches Äußeres durch angenehmes Wirken, Güte, Fleiß und Zuvorkommenheit wettzumachen. Doch er lässt die Chance ungenutzt und zerstört beinah das Leben und die Liebe des jungen Dichters Balthasar zu der schönen Candida.

In der Literaturbegeisterung des 19. Jahrhunderts war der eigenbrödlerische E. T. A. Hoffmann gut aufgehoben und wandte sich in seinen Romanen, vor allem aber seinen bizarren Schauergeschichten der literarischen Ausleuchtung der dunklen Seite der menschlichen Natur zu. Voll Witz und Ironie, mit ätzendem Spott über die gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten seiner Zeit, ließ der Schöpfer des „Sandmann“ und der „Elixiere des Teufels“ die Feder über das Papier tanzen. „Es ist bis jetzt das Humoristischste, was ich geschrieben …“, urteilt er selbst in einem Brief über dieses „Produkt des Fiebers und einer ironisierenden Phantasie“. Wie in keiner anderen seiner weltberühmten Geschichten schuf er aber in der exzentrischen und im Grunde einsamen Kreatur des Klein Zaches ein Abbild dessen, wie er sich selber sah: seltsam, kapriziös und unverstanden. In der Komposition von Coppelius und MiR-Kapellmeister Thomas Rimes geben Rüdiger Frank in der Rolle des Klein Zaches und die Musiker der bekannten Steampunk-Band den Figuren des Stückes Aussehen, Stimme und Gesang
(Musiktheater im Revier 2015/16)

Musikalische Leitung: Thomas Rimes
Inszenierung | Libretto: Sebastian Schwab
Bühne und Kostüme: Britta Tönne
Dramaturgie: Juliane Schunke

Termine & Bestellung

Samstag,
01.12.2018
MiR Großes Haus Gelsenkirchen  |  19.30 Uhr - 21.45 Uhr
Klein Zaches, genannt Zinnober
Oper  Coppelius und Sebastian Schwab
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